BAföG (Bundesausbildungsförde­rungsgesetz)

Das BAföG (Bundesausbildungsförde­rungsgesetz) ist eine qualifizierte Ausbil­dung sollte jedem ohne Rücksicht auf seine finanzielle Situation ermöglicht werden. Aus diesem Grund trat 1971 das Bundesausbildungsförderungsge­setz, kurz BAföG genannt, in Kraft. Es regelt die finanziellen Förderungen, die Schüler oder Studenten vom Staat er­halten können, wenn ihr eigenes Ein­kommen oder Vermögen bzw. das ihrer Eltern oder eines Partners nicht aus­reicht, um eine Ausbildung zu finanzie­ren. Gefördert werden dabei:

  • Schüler, die weiterführende allge­mein bildende Schulen (z.B. Haupt-, Realschulen, Gymnasien) oder eine Be­rufsschule besuchen (jeweils Förderung ab der 10. Klasse bzw. ab dem 10. Schuljahr) oder eine Fachschule bzw. Fachoberschule absolvieren, sofern sie nicht bei den Eltern wohnen, sondern aus zwingenden Gründen einen aus­wärtigen Wohnsitz haben.
  • Schüler, die auf eine Berufsfachschu­le oder eine Fachschule gehen, deren Ausbildung mindestens zwei Jahre dauert und zu einem berufsqualifizierenden Abschluss führt.
  • Schüler des zweiten Bildungsweges, die nach dem Abschluss einer Berufs­ausbildung eine Fachschule oder Fach­oberschule absolvieren oder die eine Abendschule, Berufsaufbauschule oder ein Kolleg besuchen.
  • Studenten, die an einer Universität, Fachhochschule, Akademie oder sonsti­gen Hochschuleinrichtungen studieren. Das BAföG wird beim Amt für Ausbil­dungsförderung, beim Amt für Stadt- und Kreisverwaltung oder bei den Stu­dentenwerken der Hochschulen bean­tragt. Schüler erhalten das BAföG voll als Zu­schuss, Studenten wird es innerhalb der Regelstudienzeit je zur Hälfte als Zuschuss und als zinsloses Darlehen gewährt.

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Autor: Rechtsanwalt

Stand: 2016

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