Etiketten Archive: Strafrecht

Schuld bei Fahrlässigkeit

Schuld Von einer Doppelfunktion der Fahrlässigkeit als Verhaltens- und Schuldform geht die h.A. aus: Zunächst bemisst sich der Unrechtsgehalt einer Fahrlässigkeitstat grundlegend am Maßstab eines gewissenhaften und umsichtigen Durchschnittsmenschen. Voraussehbarkeit und Sorgfaltspflichtverletzung werden also generell objektiv im Rahmen des Tatbestandes geprüft (= Fahrlässigkeit als Verhaltensform). Die Fähigkeiten und Kenntnisse des individuellen Täters werden in einer

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Rechtswidrigkeit

Rechtswidrigkeit Fahrlässige Verhaltensweisen können auch gerechtfertigt sein. Etwa wenn ein Rechtfertigungsgrund ein Eingriffsrecht gibt, das sogar vorsätzliches Verhalten gestatten würde, muss diese Gestattung erst recht für nur fahrlässiges Verhalten gelten. Im Gegensatz zum Vorsatzdelikt verneint die wohl überwiegende Lehrmeinung beim Fahrlässigkeitsdelikt das Erfordernis eines subjektiven Rechtfertigungselements. Weiterführende Artikel Schuld

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Tatbestandsmäßigkeit

Tatbestandsmäßigkeit Im Gegensatz zum Vorsatzdelikt wird deutlich, dass sich der Tatbestand nicht in einen objektiven und einen subjektiven Teil aufgliedert; die Tatbestandsmäßigkeit des Fahrlässigkeitsdelikts beurteilt sich rein objektiv. 1) und 2) Täter, Tathandlung, Taterfolg, Kausalität Es ergeben sich trotz dieses offensichtlichen Unterschieds für die ersten Merkmale keinerlei inhaltliche Unterschiede zum Vorsatzdelikt; die dortigen Ausführungen gelten

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Fahrlässigkeitsdelikt

Fahrlässigkeitsdelikt

Die fahrlässige Begehungstat als Erfolgsdelikt In den nachfolgenden Ausführungen wird das Fahrlässigkeitsdelikt näher betrachtet. Gekennzeichnet ist dieser Deliktstyp dadurch, dass der Täter – ungewollt durch fehlerhaftes und ihm vorwerfbares Verhalten – ein tatbestandlich geschütztes Rechtsgut schädigt, obwohl dies vermeidbar gewesen wäre. Der Gesetzgeber muss im Gegensatz zum Vorsatzdelikt nach § 15 StGB die Fahrlässigkeitsstrafbarkeit ausdrücklich

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Subjektives Rechtfertigungselement

Subjektives Rechtfertigungselement Auch bei der Notwehr ist ein subjektives Rechtfertigungselement erforderlich, wie bei allen Rechtfertigungsgründen. Ein Teil der Literatur hält es für ausreichend, wenn der Verteidiger die Umstände kennt, die sein Verhalten objektiv als erforderliche Verteidigung gegen einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff erscheinen lassen, verlangt die h. M. jedoch – wie beim Vorsatz – ein Wissens-

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