Aufbau des Zivilrechts

Das Zivilrecht stellt neben dem Strafrecht und dem öffentlichen Recht das dritte große Rechtsgebiet deutscher Gesetze dar. Hierbei wird das Zivilrecht in zwei Unterpunkte gegliedert. Zum einen gibt es das allgemeine Privatrecht und zum anderen das Sonderprivatrecht.

Allgemeines Privatrecht

Das allgemeine Privatrecht umfasst das sogenannte bürgerliche Recht im engeren Sinne. Der alles entscheidende Gesetzestext ist hierbei das Bürgerliche Gesetzbuch, das am 1. Januar 1900 in Deutschland in Kraft trat. Neben dem BGB entfalten aber auch andere Vorschriften, die beispielsweise aus dem Handelsgesetzbuch stammen, für bestimmte Personen (Kaufleute) hierbei ihre Wirkung.

Das BGB ist in 5 Bücher untergliedert. Dabei ist das erste Buch in den Paragraphen 1 bis 240 des BGB zu finden. Dieses beinhaltet den sogenannten allgemeinen Teil des BGB und regelt allgemeingültige Grundsätze für die nachfolgenden Vorschriften. Im darauffolgenden Buch Nummer 2 (§§ 241 – 853 BGB) ist das Recht der Schuldverhältnisse festgeschrieben. Das dritte Buch (§§ 854 – 1296 BGB) beinhaltet das Mobiliar- und Immobiliarsachenrecht, welche u.a. Eigentum und Besitz regeln. Im vierten Buch (§§ 1297 – 1921 BGB) wird das Familienrecht und im fünften Buch (§§ 1922 – 2385 BGB) das deutsche Erbrecht geregelt.

Sonderprivatrecht

Neben dem allgemeinen Privatrecht bildet das Sonderprivatrecht den anderen Teil des deutschen Zivilrechts. Hierbei sind die restlichen Rechtsgebiete eingegliedert, die Rechtsbeziehungen zwischen Privatpersonen regeln. Die größten Rechtsgebiete sind dabei das Arbeitsrecht, das Handelsrecht und der gewerbliche Rechtsschutz.

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