Häufige Rechtsverstöße in Personalunterlagen

Von   12. Februar 2017
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Warum passieren so viele Rechtsverstöße in Personalunterlagen? Was sind die häufigsten Rechtsverstöße in Personalunterlagen? Wie kann ich gegen Rechtsverstöße in Personalunterlagen vorgehen? Diese Fragen werden in unserem neuen Blogartikel geklärt…

Steht im Rahmen einer Kündigung eine mögliche Abfindungszahlung an, kommt der Personalakte von Arbeitnehmern oft eine zentrale Bedeutung zu. Und leider finden sich in den Personalunterlagen immer wieder auch Informationen, welche sich für den Arbeitnehmer unvorteilhaft auswirken können.

Kündigung steht bevor? Auf was sollte man achten?

Bei der anstehenden Kündigung eines Arbeitsverhältnisses, greifen Personalverantwortliche immer wieder auch in die sprichwörtliche Trickkiste. In vielen Fällen wird Eilens argumentiert, dass sich in der Personalakte des Mitarbeiters gute Gründe finden ließen, die eine Kündigung rechtfertigen.

Bei genauerer Betrachtung der Personalunterlagen lässt sich jedoch feststellen, dass diese oftmals unvollständig oder inhaltlich falsch sind. Nicht selten fehlen Zwischenzeugnisse, Beurteilungen und auch Belobigungsschreiben. Personalakten wirken dann oft wie hektisch zusammengetragen.

Viele Unternehmen lassen heutzutage vor dem Hintergrund der Kostenersparnis die Personalunterlagen ihrer Mitarbeiter durch externe Dienstleister führen. Dies mag einer der Gründe sein, warum Personalakten häufig unvollständig sind. Aus diesem Grund sollten Arbeitnehmer auch hin und wieder Einsicht in ihre eigene Personalakte nehmen. Denn nur durch eine persönliche Inaugenscheinnahme lassen sich die Richtigkeit und Vollständigkeit der Personalunterlagen überprüfen.

Sind Personalunterlagen stets aktuell? Ein Blick hinter die Kulisse!

Auch hinsichtlich ihrer Aktualität weisen viele Personalakten Schwachstellen auf. Dies gilt insbesondere für die Aufbewahrung von gegebenenfalls erteilten Abmahnungen durch den Arbeitgeber. Oftmals finden sich hier Abmahnschreiben, die längst hätten aus den Personalunterlagen entfernt werden müssen.

Denn Abmahnungsschreiben sind durch den Arbeitgeber nach spätestens zwei Jahren zu entfernen, sofern es zwischenzeitlich zu keinen neuerlichen Verstößen gekommen ist. Viele Personalverantwortliche kommen dieser Regelung jedoch offensichtlich nicht nach.

Rechtsverstöße gegen geltende Bestimmungen des Datenschutzes

Dieser Sachverhalt verstößt nicht nur gegen einen geregelten Umgang zwischen dem Arbeitnehmer und seinem Arbeitgeber. Vielmehr ist dies auch ein Verstoß gegen die geltenden Bestimmungen des Datenschutzes. Denn gelangen veraltete Abmahnungen in die Hände unbefugter Dritter, können diese einen nicht unerheblichen Schaden für den Arbeitnehmer mit sich bringen.

Sollten Arbeitnehmer in ihren Personalunterlagen veraltete Abmahnschreiben finden, ist umgehend der Arbeitgeber zu informieren. Es sollte seitens des Arbeitnehmers um eine sofortige Entfernung der Abmahnung gebeten werden. Kommt der Arbeitgeber dieser Aufforderung dann nicht unverzüglich nach, ist eine anwaltliche Beratung unerlässlich. Nach Möglichkeit sollte ein Fachanwalt für Arbeitsrecht mit der Regulierung des Sachverhaltes beauftragt werden.

Wir hoffen, dass wir mit dem Blogartikel: Häufige Rechtsverstöße in Personalunterlagen einen kleinen Einstieg in die Welt der Rechtswissenschaft geben können.

Euer Rechtswissenschaft-verstehen.de Team

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